Seefeld Sport und Freizeit
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Geschichte Seefelds

Über Seefeld muss man eigentlich nicht mehr viele Worte verlieren, denn der Ort ist dank zweier Großveranstaltungen in der ganzen Welt bekannt: In den Jahren 1964 und 1976 war Seefeld Austragungsort der Olympischen Winterspiele. Und 1985 fanden hier die nordischen Skiweltmeisterschaften statt.

Die Olympischen Spiele zogen tausende begeisterte Fans auf das Seefelder Hochplateau. Sportler und Fans genossen die herzliche Gastfreundschaft der Seefelder, die herrliche Natur und die hervorragende Infrastruktur. Damit eroberten die Einheimischen die Herzen der Gäste und Sportler. Und so manch einer schloss Freundschaften, die bis heute andauern.

Geburtsstätte des Parallelschwungs

Bei den nordischen Skiweltmeisterschaften 1985 bot Seefeld wieder eine einzigartige Kulisse für die vielen Fans und Athleten aus aller Welt. Deren Mundpropaganda und die eindrucksvollen Fernsehbilder aus der Olympiaregion machten das Seefelder Hochplateau endgültig weltweit bekannt.

Internationalen Ruf erlangte das Seefelder Plateau auch durch die Skilegende Toni Seelos (1911 – 2006). Wie kein anderer Sportler seiner Zeit prägte er den alpinen Skisport. Seelos ersetzte den damals üblichen Stemmschwung beim Slalom durch den von ihm erfundenen Parallelschwung. Damit kam er oft über zehn Sekunden vor seinen Gegnern ins Ziel.

Mönche und Bauern besiedeln das Plateau

Urkundlich wurde Seefeld erstmals im Jahre 1022 erwähnt. Zu dieser Zeit ließen sich Mönche und Bauern am Plateau nieder. Zu deren Schutz errichteten die Grafen von Andechs am nördlichen Ende der Siedlung eine Burg. Seitdem heißt dieser Platz Schlossberg.

Im Jahre 1384 kam es in der Seefelder Pfarrkirche zum so genannten Hostienwunder. Der Ritter Oswald Milser forderte den Pfarrer von Seefeld auf, ihm eine große Hostie zu geben. Daraufhin versank der Frevler im Boden. Bald nach diesem Ereignis pilgerten tausende Gläubige auf das Seefelder Plateau, um dem Allerheiligsten zu huldigen.

Tief beeindruckt von den Ereignissen verfügte Kaiser Maximilian den Bau eines Augustiner-Klosters in Seefeld. Die Mönche verhalfen den Einheimischen zu geregelter Arbeit und Wohlstand, indem sie eine Brauerei und Forstwirtschaft betrieben. Außerdem boten sie Reisenden gegen geringes Entgelt Unterkunft.

Seekirchl Seefeld

Die Eisenbahn bringt Wohlstand

Der moderne Tourismus in Seefeld begann im Jahre 1912 mit dem Bau der Karwendel-Eisenbahn. Schon damals schätzten die Gäste das Seefelder Hochplateau wegen seiner sonnigen Lage, der einzigartigen Gebirgskulisse und den vielfältigen Wander- und Freizeitmöglichkeiten. Und natürlich wegen des gewitzten Tiroler Charmes der Einheimischen, der nach wie vor das Markenzeichen der Tiroler ist.